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Blick über Den Tellerrand – SEPT Programm Der Uni Leipzig

Blick über den Tellerrand – SEPT Programm der Uni Leipzig

Als Anbieter einer modularen All-in-One-Sicherheitslösung, welche in verschiedensten Szenarien, Umgebungen und Branchen zum Einsatz kommt und kommen kann, ist es nur folgerichtig den Blick nicht nur auf Deutschland und die DACH-Region, sondern auch auf den internationalen Markt zu richten. Bevor man jedoch als mittelständischer Handwerksbetrieb entscheidende finanzielle Mittel und zeitlichen Aufwand in ein solches Engagement steckt, gilt es sich zuvor Gedanken über das grundsätzliche „Wie?“ der potentiellen Auslandsmarkterschließung zu machen.

Einen guten Einblick in ein solches Vorgehen bietet das von der Universität Leipzig initiierte Ausbildungs- und Forschungsprogram SEPT. Dort legt man seit über 20 Jahren den Schwerpunkt auf die Unterstützung von KMU bei deren ersten Schritten auf internationalem Businessterrain. Junge ausländische Fachkräfte, welche einen Teil ihres MBA-Studiums in Leipzig absolvieren und über regionale Sprach- und Spezialkenntnisse und spezifische Erfahrung im betriebswirtschaftlichen und Marketingbereich verfügen, arbeiten als Gruppe an realen Aufgaben und konnten bspw. in den letzten 3 Jahren mehr als 60 Projekte abschließen.

Die Professur für Entwicklungsökonomie nimmt dabei eine organisatorische und beratende Rolle ein, engagiert sich auf dem Gebiet des Wissenstransfers und bietet ein weites Recherche- und Forschungsnetzwerk. Als Herr Gunnar Kaßberg, wissenschaftlicher Mitarbeiter im SEPT Programm und Mentor für Praxisprojekte in Unternehmen, im Frühjahr auf uns zukam, SEPT vorstellte und uns eine Zusammenarbeit anbot, gefiel uns der Ansatz und wir kamen schnell zu einer Einigung.

Selbstredend kann man von einem studentischen Projekt (-Team), egal wie intensiv es unterstützt wird, nicht erwarten, ähnlich präzise Ergebnisse präsentiert zu bekommen wie dies einem international tätigen professionellen Marktforschungsinstitut oder Vergleichbarem möglich wäre. Auch studieren wohl nur im seltensten Fall MBA genau mit DEM kulturellen Hintergrund und aus genau DEM Staat, in welchem man sich als Unternehmen potentiell zu engagieren wünscht.

Unser gemeinsames realistisches Ziel war es daher einen Ersteindruck über Marktverhältnisse und -chancen unseres Produktes zu gewinnen und gleichzeitig den Studierenden die Durchführung eines solchen Projekts und das sammeln von Erfahrungen zu ermöglichen.

SEPT-Projektteam der Uni Leipzig

SEPT-Projektteam der Uni Leipzig: Gunnar Kaßberg | Behnaz Heidarzadeh | Do Manh Duy

Im Mai trafen wir uns zu einem ersten intensiven Gespräch und lernten dabei Frau Behnaz Heidarzadeh (aus Teheran/Iran) und Herrn Do Manh Duy (aus Hanoi/Vietnam) kennen. Beide können bereits auf erfolgreiche Studienabschlüsse in ihren Heimatländern und mehrjährige praktische Erfahrung in der Wirtschaft verweisen, kennen also den regionalen Markt und dessen Besonderheiten. Wir stellten das System WellnerBOX vor und zurrten ein 3 Punkte-Programm fest, welche den existierenden Markt im Iran und Vietnam unter die Lupe nehmen, sich den geltenden und für uns relevanten technischen, wirtschaftlichen, kulturellen, rechtlichen Gegebenheiten widmen und potentielle Anknüpfungspunkte / Partner finden sollte.

In den folgenden Wochen kommunizierten wir intensiv miteinander und tauschten Fachfragen aus. Hierbei wurde die gute Betreuung in der Person von Hr. Kaßberg vom SEPT Programm Leipzig besonders deutlich. Ende dieses Monats war es dann soweit und die beiden Studierenden präsentierten uns Ihre Ergebnisse.

„Besonders interessant ist es natürlich, wenn es im Rahmen der Hochschulbildung praxisrelevante Projekte gibt, bei denen unsere Studierenden direkt mit Unternehmen an realen Problemstellungen arbeiten können. Die Firma Wellner Kommunikation / Automatisierung GmbH hat mit Ihrem Produkt „WellnerBox“ ein spannendes und anspruchsvolles Beispiel für eine Marktstudie in den Zielmärkten Iran und Vietnam gegeben. Dabei konnten die Studierenden nicht nur ihre eigene Regionalexpertise einbringen, sondern vor allen Dingen ganz neue Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit deutschen Handwerksbetrieben sammeln.“ 
Gunnar Kaßberg | SEPT Programm | Uni Leipzig

Was zuvor nur Vermutung war, bestätigte sich jetzt durch die fundierten Ergebnisse: Plant man außerhalb Deutschland oder gar Europas aktiv zu werden, muss ein Produkt an die regionalen Gegebenheiten angepasst werden und verlieren bisherige Top-Merkmale an Relevanz, während andere größere Bedeutung gewinnen. Jedes Land ist zudem sehr speziell zu betrachten. Bspw. unterscheiden sich Iran und Vietnam erheblich voneinander, denn auch der asiatische Markt hat keine einheitlichen Merkmale.

Wir fühlten uns in einigen Punkten bestätigt, lernten in anderen dazu. Frau Behnaz Heidarzadeh und Herr Do Manh Duy realisierten in unseren Augen eine sehr gute Projektarbeit, auf deren Grundlage potentielle zukünftige Auslandsengagements der WellnerBOX besser planbar sein werden.

Wir danken für die fruchtbare Zusammenarbeit und wünschen den künftigen MBA eine erfolgreiche Zukunft.

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